Laâyoune: Historische US-Förderung für wegweisendes Grünes-Ammoniak-Projekt

Unterzeichnung USTDA ORNX Vertrag Laayoune

Die US-Behörde für Handel und Entwicklung (USTDA) und das Konsortium ORNX haben eine wegweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie für eine der ersten grünen Ammoniak-Produktionsanlagen in der marokkanischen Sahara-Region.

Laâyoune – In einer feierlichen Zeremonie in Laâyoune unterzeichneten Thomas Hardy (Stellvertretender Direktor der USTDA) und Peter A. Gish (CEO von ORNX) die historische Subventionsvereinbarung. Die Unterzeichnung erfolgte im Beisein des US-Botschafters in Marokko, Duke Buchan III, sowie hochrangiger regionaler Vertreter wie dem Wali von Laâyoune-Sakia El Hamra, Abdeslam Bekrate.

Dies ist die erste Finanzierung, die von der US-Regierung jemals an den Privatsektor in der marokkanischen Sahara vergeben wurde, betonte Botschafter Buchan III. und bezeichnete den Moment als “bedeutenden Tag”.

Stärkung der marokkanisch-amerikanischen Energiepartnerschaft

Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Marokko und den USA erlebt laut Buchan III eine nie dagewesene Stärke. Er führte dies auf die “Vision von König Mohammed VI.” und die Führungsstärke von “Präsident Donald Trump” zurück.

Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan

In diesem Zusammenhang bekräftigte der US-Botschafter erneut die offizielle Unterstützung Washingtons für den marokkanischen Autonomieplan. Dieser sei der einzige gangbare Weg zu einer fairen und dauerhaften Lösung des regionalen Konflikts um die Westsahara und würde Stabilität und Wohlstand für die gesamte Region und den afrikanischen Kontinent fördern.

Technologietransfer und wirtschaftlicher Aufschwung

Das Projekt steht sinnbildlich für die wachsende US-Präsenz in der marokkanischen Sahara. Es verbindet Spitzentechnologie, High-End-Engineering und private Investitionen mit den natürlichen Ressourcen und dem Humankapital Marokkos.

  • Wirtschaftliche Impulse: Die Ansiedlung des Projekts verspricht erhebliche positive Auswirkungen auf den lokalen Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Entwicklung der Region Laâyoune.

  • Strategische Ausrichtung: Marokko soll durch dieses Vorhaben seine Position als regionaler Energie-Hub und Industriestandort weiter ausbauen.

USTDA: Katalysator für nachhaltiges Wachstum

Thomas Hardy von der USTDA erläuterte, dass die Subvention speziell für die vorbereitende technische Ingenieursstudie (Pre-FEED) gedacht sei. Diese Studie ist entscheidend, um die technischen Herausforderungen in dieser frühen Phase zu bewältigen, die Projektumsetzung zu beschleunigen und die notwendigen Mittel für die Bauphase zu mobilisieren.

“Die USTDA wird ihr Engagement in Marokko, insbesondere in Laâyoune, fortsetzen, um ein inklusives Wirtschaftswachstum zu fördern und die Kooperationsbeziehungen zu vertiefen”, so Hardy.

Meilenstein im Jubiläumsjahr der Diplomatie

Der marokkanische Direktor für Wirtschaftsdiplomatie, Mohamed Amine Belhaj, ordnete die Unterzeichnung in den größeren Rahmen ein. Sie falle in das Jahr des 250-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Marokko und den USA – ein Beweis für ein historisches Bündnis, das auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Werten basiert.

Belhaj lobte zudem das wachsende Interesse amerikanischer Unternehmen an den Investitionsmöglichkeiten in den südlichen Provinzen Marokkos und betonte, dass diese Vereinbarung die Fähigkeit beider Nationen zeige, strategische Partnerschaften in konkrete wirtschaftliche Projekte umzuwandeln.

ORNX: Ein Leuchtturmprojekt für grünen Wasserstoff

Das Konsortium ORNX wurde von der marokkanischen Regierung ausgewählt, um dieses strukturbildende Projekt im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie umzusetzen. Diese Strategie folgt den hohen Vorgaben von König Mohammed VI. und zielt darauf ab, Marokko als Vorreiter bei erneuerbaren Energien zu etablieren.

Teilnehmer der Zeremonie:
Neben den genannten Würdenträgern nahmen auch der Präsident des Regionalrats, Sidi Hamdi Ould Errachid, sowie zahlreiche Diplomaten, Vertreter öffentlicher und privater Institutionen sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft an der Veranstaltung teil.

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